
T3 Übertragungswagen Ü 33
Baujahr 1989
Motor Vierzylinder-Wasserboxer
Leistung 70 kW / 95 PS
Hubraum 2109 ccm
Vmax 136 km/h
Bauzeit 1979 -1990
Neupreis Unikat durch Sondereinbauten
Der Schnellreportagewagen Ü33 nahm seinen Dienst im Frühjahr 1989 auf und war anschließend als rasender Reporter in den westlichen Stadtteilen Berlins unterwegs. Täglich berichtete er live vom aktuellen Tagesgeschehen aus Kultur, Politik und Wirtschaft in der Stadt – und natürlich auch vom Fall der Mauer vor 20 Jahren. Eine große Zuhörerschaft besaß Ü33 übrigens auch im Ostteil der Stadt: Ü33 hielt die DDR-Bürger vor den Wende ein wenig über die Geschehnisse im Westen auf dem Laufenden.
Mit der Wende bekamen auch die im Ostteil der Stadt lebenden Bürger Ü33 zu Gesicht, denn der Einsatzbereich dehnte sich schlagartig auf das gesamte Berliner Gebiet sowie bis zu 70 km auf das Umland aus. Und noch eines änderte sich: Von 1994 bis 2004 fuhr der Wagen für das Deutschlandradio, das aus der Fusion der ostdeutschen Rundfunksender, des RIAS und dem Deutschlandfunk in Köln hervorging.
Insgesamt waren drei T3-Busse für den RIAS Berlin als Übertragungsfahrzeuge im Betrieb. Der gezeigte Wagen nennt sich Schnellreportagewagen Ü33 und wurde mit der damals innovativen RIAS-Übertragungstechnik ausgestattet: Dazu zählten zwei Stereo-Magnetlaufwerke und später – durch Nachrüstung – ein Stereo-Mischpult mit digitalem Aufzeichnungs- und Schnittgerät, das eigens für den RIAS entwickelt wurde. Von außen fällt der Sendeantennenmast mit elektromagnetischem Antrieb auf. Dank seiner großen Batterie war Ü33 in der Lage, auch längere Zeit ohne Stromversorgung zu senden.
Freundliche Leihgabe: Deutsches Technikmuseum, Berlin


