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Volkswagen AutoMuseum
Der Weg zur Urkunde

So entsteht eine Fahrzeug-Identitäts-Urkunde bei der Stiftung AutoMuseum Volkswagen

Bei Volkswagen wurden seit 1940 - mit der Fahrgestellnummer 1 – 000 001 – die wichtigsten Fahrzeug-Merkmale angelegt, anfangs in noch hand- geschriebenen Wagenstammbüchern, ab 1955 auf mikroverfilmten Hollerithkarten.

Jedes einzelne Fahrzeugmerkmal hat eine für Modelljahr, Typ und Auslieferungsort individuelle Kennziffer. Der Entschlüsselung durch Mit- arbeiter der Stiftung AutoMuseum Volkswagen dienen historisch-technische Volkswagen-Verkaufsunterlagen wie Handbücher, Ersatzteile-Listen, Farbkarten und Prospekte, in Zweifelsfällen auch Nachfragen in Fach- abteilungen der Produktion. Angesichts der großen Modellvielfalt bei Volkswagen ist das ein zeitaufwändiges Unterfangen. So gab es allein im Modelljahr 1979 bei den Transportern rund 400 zusätzliche Sonder- lackierungen.

Ein dreiköpfiges Team der Stiftung AutoMuseum Volkswagen fertigt jährlich rund 3.000 Fahrzeug-Identitäts-Urkunden an und versendet diese nach der Bearbeitung von Anlagen zu Motordaten und Ausstattungspaketen weltweit in 70 Länder. Der Hauptanteil der Kundenanfragen erfolgt aus Deutschland, gefolgt von den USA, Großbritannien und den Niederlanden.

 



Abbildung einer identifizierten Hollerithkarte mit Bildtext. Aus der Mehrausstattung M 102 wird die „beheizbare Heckscheibe“ und aus der Codierung 21 21 die Lackierung "L 54 D marinablau“.